Was kosten eigentlich Google Ads?

Kosten Google Ads

Ganz oft werde ich gefragt „Anja, wie teuer ist es eigentlich, Google Ads zu schalten?“. Mein Gegenüber wünscht sich in dem Fall eine klare und eindeutige Antwort, wie z.B. „Du solltest im Monat 300€ ausgeben, dafür bekommst du 1.000 Klicks und 20 Verkäufe. So einfach ist es allerdings nicht… Die Frage kann nicht pauschal beantwortet werden, da die Kosten der Google Anzeigen von vielen verschiedenen Faktoren abhängen, wie zum Beispiel der Qualität deiner Anzeigen und Kampagnen, der Konkurrenz, deinem max. CPC usw.

Erst einmal ist wichtig zu wissen, dass Google Ads auf einem Auktionsmodell basiert und du nur für den Klick zahlst. Das ist der CPC (Cost per Click). Wenn jemand deine Anzeige bei seiner Suche auf Google sieht, zahlst du nichts, wenn er darauf klickt und er auf deiner Seite landet, zahlst du. Das ist schon einmal gut, denn so kannst du sicher sein, dass er auf deiner Seite gelandet ist und du nicht nur für die Impression zahlst (das reine Schalten der Anzeige). Denn auch, wenn deine Anzeige ausgespielt wurde, heißt das ja lange noch nicht, dass der User diese auch wahrgenommen hat. Oder er hat sie wahrgenommen und dein Angebot bzw. die Anzeige gefiel ihm nicht und deswegen hat er nicht geklickt. Wäre doch blöd, du würdest dann trotzdem dafür zahlen müssen, oder…?! Also, kurzgefasst: man zahl pro Klick. Und wieviel, fragst du dich nun?! Das kannst du selber mitbestimmen, indem du den Maximalbetrag pro Klick definierst. Du gibst Google die Info, was du bereit bist, höchstens für einen Klick zu bezahlen, also dein maximales CPC-Gebot. Meist zahlst du nicht genau diesen Preis, sondern weniger.

Bei der Angabe deines max. CPCs solltest du allerdings in etwa wissen, was in deiner Branche oder für dein Produkt ein Preis ist, bei dem du „mitspielen“ kannst und nicht auf Seite 3 der Suchergebnisse erscheinst, wo dich natürlich niemand finden wird…. Infos zu einem durchschnittlichen Klickpreis für dein eingebuchtes Keyword findest du z.B. im Keyword Planer in deinem Google Ads Konto. Aber auch der hier angezeigte CPC ist nur ein ungefährer Richtwert, den du ggf. für den Start deiner Kampagne einstellen kannst.

Durchschnittliche Klickpreise sind von Branche zu Branche unterschiedlich, von Produkt zu Produkt, von Keyword zu Keyword. Wenn in der Reisebranche ein Anbieter 10€ pro Klick zahlt, so zahlt jemand mit einem Produkt aus dem Bereich Schreibwaren vielleicht nur 0,30€. Außerdem ist das Ganze davon abhängig, wie genau dein Keyword heißt, ob es eine Keyword Kombination aus mehreren Wörtern ist oder ein alleinstehendes Wort („Kleid kaufen“ ist wahrscheinlich teurer als „rotes Kleid mit weißer Spitze“). Die Auswahl der richtigen Keywords, die Erstellung guter Textanzeigen und der Aufbau des gesamten Kontos ist sehr wichtig für die Performance deiner Kampagnen, aber auch, damit du möglichst wenig für deinen Klick zahlst. Dies alles zu recherchieren und die Kampagnen zu erstellen ist recht zeitaufwändig und verlangt ein grundlegendes Verständnis für die Funktionsweise des Systems.

Wie viel kostet nun ein Klick auf die Anzeige?

Der tatsächliche (effektive) CPC ist hauptsächlich abhängig von folgenden Faktoren:

1. Qualität deiner Anzeigen (Qualitätsfaktor =QF) – Google vergibt für jedes Keyword einen Qualitätsfaktor, eine Zahl zwischen 1 und 10, wobei 10 das beste Ergebnis ist). Du solltest immer bemüht sein, den QF zu steigern, da dieser einen Einfluss darauf hat, wie viel du nachher für den Klick zahlst. Wenn dein QF höher ist, wird dein CPC günstiger.
2. Anzeigenrang
3. Position der Wettbewerber-Anzeigen

Der Anzeigenrang ist die Position, auf der du in den Suchergebnissen auf Google mit deiner Anzeige erscheinst. Berechnet wird er so:

CPC-Gebot x Qualitätsfaktor = Anzeigenrang

Der höchste Wert ist die Anzeigenposition 1, also ganz oben auf der Suchergebnis-Seite.

Die Formel für den effektiven CPC lautet:

Anzeigenrang des Wettbewerbers / QF (dein eigener) + 0,01 €

Hier ein Beispiel zur Veranschaulichung:

Beispiel: Gebot x QF = AdRank

Advertiser A: 1 x 5 = 5 -> Position 3
Advertiser B: 2 x 3 = 6 -> Position 2
Advertiser C: 1,3 x 10 = 13 -> Position 1

Effekt. CPC Advertiser C: 6/10 + 0,01€ = 0,61€
Effekt. CPC Advertiser B: 5/3 + 0,01€ = 1,67€
Effekt. CPC Advertiser A: das von Google für dieses Keyword festgelegte Mindestgebot

Diese Berechnung findet seitens Google in bei jeder einzelnen Suchanfrage innerhalb von Millisekunden statt.

Wieviel Budget benötigst du für eine erfolgreiche Google Ads Kampagne?

Auch diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Als erstes: du kannst selber definieren, wie viel Budget du pro Tag ausgeben möchtest. Hast du ein bestimmtes Monatsbudget zur Verfügung, kannst du dieses durch die Anzahl der Tage im Monat dividieren. Eventuell liegt das tatsächliche Tagesbudget auch mal über dem von dir eingestellten, im Schnitt wirst du aber über den gesamten Monat gesehen bei deinem Budget landen und somit dein Monatsbudget nicht überschreiten.

Du kannst dein Tagesbudget, das du auf Kampagnen-Ebene einstellst, auch jederzeit verändern und auch deine Kampagnen pausieren, so dass du ab sofort gar nichts mehr ausgibst.

Es gibt auch kein Mindest-Umsatzvolumen, also keinen Betrag, den du mindestens pro Tag oder Monat ausgeben musst. Somit kannst du für einen ersten Test jederzeit mit einem geringen Budget starten und ebenso nach Wunsch wieder pausieren. Du hast dadurch ein sehr geringes Risiko!

Dazu sei allerdings gesagt, dass du für eine sinnvolle Bewertung deiner Testkampagne nicht mit allzu wenig Budget starten solltest, da du sonst nicht genügend Daten für eine aussagefähige Schlussfolgerung ziehen kannst. Wenn du also Werbebudget von 50€ auf den Zeitraum von einem Monat verteilst und du dadurch keinen einzigen Verkauf über deine Webseite messen konntest, heißt das sicherlich nicht direkt, dass Google Ads für dich nicht funktioniert. Leider ist dies ein Fehler, den ich immer wieder sehe. Man benötigt anfangs ein wenig Geduld, mehrere Optimierungs-Runden und auch etwas Budget, um die Performance einer Kampagne umfangreich beurteilen zu können.

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